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Region profitiert von Flüchtlingen

Offenbach - Das Handwerk in Stadt und Kreis Offenbach hofft, dass Flüchtlinge Arbeitsplätze und Lehrstellen in der Region besetzen werden.

„Wir können von den Flüchtlingen profitieren“, sagte Kreishandwerksmeister Wolfgang Kramwinkel im Interview mit unserem Redaktionsmitglied Marc Kuhn. Der Geschäftsstellenleiter der Handwerkerschaft für Stadt und Kreis Offenbach, Uwe Czupalla, ergänzte: „Migranten aus Syrien und dem Irak sind zum Großteil sehr gut ausgebildet. “

 

Viele Flüchtlinge kommen nach Deutschland. Zahlreiche sind auch in Stadt und Kreis Offenbach angekommen. Können sie zumindest einen Teil des Fachkräftemangels im Handwerk beheben? 

Kramwinkel: Man darf nicht zu euphorisch sein. Es sind eben nicht alle sehr gut ausgebildet. Zehn bis 15 Prozent sollen eine Ausbildung absolviert haben - als Akademiker und als Handwerker. Wir können von den Flüchtlingen profitieren. Zuerst müssen sie allerdings unsere Sprache lernen. Erst dann können wir sie mit Praktika an die verschiedenen Berufe heranführen. Daraus können dann kurzfristig Ausbildungsplätze und auf lange Sicht sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze entstehen.

Herr Czupalla, Sie haben erste Erfahrungen mit Flüchtlingen in Stadt und Kreis gesammelt. 

Czupalla: Ja. Ich bin in Stadt und Kreis Offenbach in verschiedenen Arbeitskreisen unterwegs. In vielen Kommunen geht es dabei um die Schaffung einer alltagstauglichen Willkommenskultur. Das Handwerk begleitet diesen Prozess aktiv. Wir stellen fest, dass es bei den Neuankömmlingen zum Teil sehr unterschiedliche Bildungsniveaus gibt. Migranten aus Syrien und dem Irak sind zum Großteil sehr gut ausgebildet. Die hier ankommenden Flüchtlinge haben glasklare Vorstellungen, was sie wollen. Sie wollen lernen und arbeiten. Und wir zeigen ihnen Karrieremöglichkeiten im Handwerk auf. Das kommt an. Wir sind dabei, erste Migranten aktiv an Handwerksbetriebe zu vermitteln.

Wie haben sich die Geschäfte der Handwerker in Stadt und Kreis entwickelt? 

Kramwinkel: Wir sind noch auf dem Höhepunkt der Konjunktur. Es gibt aber nun keine Steigerungen mehr. Die Umsatzerwartungen der Handwerker steigen nicht mehr. Das Personal wird nur noch moderat aufgestockt. Wenn Mitarbeiter gesucht werden, merken die Betriebe wegen der demografischen Entwicklung, dass ganz einfach kein Personal zur Verfügung steht.

Alles zum Thema „Flüchtlinge in der Region“ lesen Sie hier.

Gibt es freie Stellen? 

Kramwinkel: Es gibt freie Stellen, insbesondere bei Meistern und Technikern, also den Führungspositionen. Da stellen wir den Mangel ganz extrem fest. Bei den Gesellen ist es ähnlich schwierig. Mit der Rente mit 63 hat Frau Nahles unseren Betrieben hohe Belastungen aufgebürdet. Bereits 300.000 erfahrene Arbeitnehmer wollen davon Gebrauch machen. Diesen Aderlass an Manpower und Erfahrung können unsere Handwerksbetriebe nur schwer kompensieren.

Wie sieht die Situation in der Region konkret aus? 

Kramwinkel: Wir haben in Stadt und Kreis circa 6 650 Betriebe mit etwa 40.000 Mitarbeitern. Hinzu kommen rund 1 550 Auszubildende. Zusammen erwirtschaften sie einen Umsatz in Höhe von etwa 3,7 Milliarden Euro.

Auch für das nächste Jahr ist keine Euphorie angesagt? 

Czupalla: Ich würde grundsätzlich von stabilen Verhältnissen sprechen. Die Geschäftsaktivitäten des Handwerks stehen auf einem soliden Fundament. Getragen wird die Konjunktur von einer guten Binnennachfrage.

Kramwinkel: Wenn wir das Niveau im Handwerk halten können, können wir zufrieden sein.

Czupalla: Die Entwicklung hängt unter anderem auch von den fiskalischen Rand- und Rahmenbedingungen ab, die uns von der Politik vorgegeben werden. Bei der Energiewende und bei den damit eng verbundenen energetischen Sanierungsmaßnahmen müssen die steuerlichen Anreize erhalten bleiben. 

Worauf kommt es bei den Handwerkern noch an? 

Kramwinkel: Wir wissen, dass es im Rhein-Main-Gebiet Bedarf im Wohnungsbau gibt. Wir brauchen Investitionen bei Großprojekten und bei den Häuslebauern. Das Handwerk hängt von vielen Entwicklungen ab. Vorteilhaft ist, dass die Zinsen niedrig sind. Die künftige Zinspolitik wird auch entscheidend für das Handwerk sein.

Für die Flüchtlinge muss auch gebaut werden. 

Kramwinkel: Wie bereits bekannt ist, gibt es Pläne in den Kommunen für die Schaffung von Wohnraum für Flüchtlinge. 

Czupalla: In Hanau werden zurzeit die Kasernen saniert. Davon profitiert das Handwerk natürlich.

Kommen Betriebe aus der Region dabei zum Zug? 

Kramwinkel: Wenn die Planungen, Ausschreibungen und Auftragsvergabe in den Händen der Städte und Kommunen liegt, werden auch mehr Aufträge in der Region bleiben. Gehen sie an einen Generalunternehmer, ist die Gefahr groß, dass die Aufträge nicht in der Region bleiben. 

Konnten die Handwerker alle Lehrstellen besetzen? 

Kreishandwerksmeister Wolfgang Kramwinkel (rechts) und Geschäftsstellenleiter Uwe Czupalla werben fürs Handwerk in Stadt und Kreis Offenbach. Foto: Marc Kuhn

Kramwinkel: Wir sind im laufenden Vermittlungsprozess mit der Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in Stadt und Kreis Offenbach sehr zufrieden. Wir haben im Vergleich zu den restlichen sechs Kammerbezirken im Zuständigkeitsbereich der Handwerks-kammer Frankfurt-Rhein-Main mit Abstand die größten Steigerungen erzielt. In der Stadt Offenbach konnten wir die Anzahl um rund 30 Prozent erhöhen, im Kreis waren es per 31. August 2015 knapp 13 Prozent mehr. Insgesamt waren es bis Ende August 505 neue Verträge.

Czupalla: Wir hatten auch im vergangenen Jahr bereits eine leichte Steigerung bei den Lehrstellen und das gegen einen allgemeinen Negativtrend. Bundesweit waren seinerzeit die neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge um durchschnittlich 3,5 Prozent zurückgegangen.

Warum steht Offenbach besser da? 

Czupalla: Ich denke, dass es uns in Stadt und Kreis Offenbach immer besser gelingt, das Produkt Handwerk gut zu positionieren. Wir haben die Zusammenarbeit mit den weiterführenden Schulen im vergangenen Jahr sukzessive intensiviert. Wir gehen mit Betrieben in die Schulen und bieten Handwerk zum Anfassen. Die Kreishandwerkerschaft lebt momentan acht Kooperationen mit Schulen, den Lehrern für Berufsorientierung, den Eltern und Schülern. Bis Ende nächsten Jahres werden noch zwei weitere Schulen dazukommen. Dann stoßen wir leider an die Kapazitätsgrenzen.

Kramwinkel: Leider schaffen wir aus personellen Gründen nicht Kooperationen mit den rund 20 Schulen in der Region.

Wie viele Lehrstellen sind offen geblieben? 

Czupalla: Momentan lässt sich das nicht genau sagen. Der Vermittlungsprozess läuft noch bis Ende Oktober. Im vergangenen Jahr sind etwa 20 Stellen unbesetzt geblieben. Sorgenkinder gibt es nach wie vor in der Lebensmittelbranche - Bäcker und Metzger.

Wie viele Betriebe in Offenbach bilden aus? 

Kramwinkel: Es gibt rund 700 Ausbildungsbetriebe. Das ist eine Steigerung gegenüber den vergangenen Jahren. Es gibt natürlich noch ein Riesenpotenzial an schlummernden Ausbildungsbetrieben und ich fordere alle Handwerksbetriebe immer wieder auf, Ausbildungsstellen anzubieten.

Warum bilden so wenige Betriebe in Stadt und Kreis Offenbach aus?

Kramwinkel: Da ist in den vergangenen Jahren viel Frust bei den Ausbildern aufgekommen. Es gab einfach nicht das richtige Potenzial an Jugendlichen, die ausbildungswillig und ausbildungsfähig waren. Wir sind überzeugt davon, dass sich das mit der Imagekampagne, die der Zentralverband des Deutschen Handwerks leitet, und unseren vielfältigen Aktivitäten in Stadt und Kreis Offenbach verbessern wird. Die bundesweite Kampagne läuft mittlerweile seit sechs Jahren, und wir merken, dass sich das Ansehen des Handwerks schrittweise verbessert.

 

dann sind wohl die sogenannten Flüchtlinge ausbildungsfähiger als deutsche und europäische Arbeitslose?

Das ist doch wohl ein schlechter Witz

18.10.15 11:50
 
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